Donnerstag, 31. Januar 2008

Maskottchen (schreibt man das so)

Da das erste Halbjahr sich jetzt schon langsam dem Ende nähert, kann man zurückblickend doch schon einige Unarten feststellen. Zu allererst sei hier einmal das Phänomen genannt, das sich Bachelorprojektraummaskottchen nennt. Dieser in letzter Zeit doch vermehrt auftretenden Spezies soll mit diesem Eintrag die Beachtung zugeschrieben werden, die ihr gewisserweise an anderer Stelle vergönnt ist.
Ihr Auftreten folgt immer den selben Verhaltensmustern. Sie treten nie in größeren Rudeln auf, halten sich allerdings immer unter dem Vorwand, sie müssten "arbeiten" in der Nähe des Bachelorprojektraums auf. Schaut man vorbei, um sicherzustellen, dass das Ganze keine Einbildung sondern bittere Realität ist, täuschen sie oft mehr schlecht als recht geschäftiges Treiben vor. Als Beispiel für findige Täuschungsmanöver, die dem geschulten Blick allerdings nicht Stand halten können, sind kreisförmige Bewegungen über mehrere Minuten ohne einmal die Maustaste genutzt zu haben oder koninuierliches Draufhauen auf die Leertaste, wahrscheinlich um das Eintippen von Text zu simulieren. Sie alle verbindet allerdings ein Ziel: Aufmerksamkeit und Unterhaltung in nahgelegenen Erholungsgebieten des studentischen Treibens - genannt "unserer allseits geliebter Bachelorprojektraum".
Sie kommen klammheimlich meist auf Zehenspitzen angeschlichen, um in einem Augenblick der Unachtsamkeit hineinzuplatzen und den nächstbesten Stuhl zu sichern. Seit geraumer Zeit fällt auch eine Zunahme bei der Nutzung interner sozialer Auffangdienste wie dem Kaffeekochen auf. Dieses Schröpfen des Sozialsystems wird durch die Alteingesessenen mit nachdenklicher Miene zur Kenntnis genommen. So bleibt Ihnen doch nichts anderes übrig, dies zu tolerieren, ohne gleich einen Angriff auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland heraufzubeschwören. Ist der Tierschutz dort doch in Stein gemeißelt und somit die Pflicht und Schuldigkeit eines Jeden. Allerdings trieb uns diese Problematik voran - wir konnten die gegebene Situation nicht auf und sitzen lassen. Vielerlei Maßnahmen griffen alsbald. Es wurde unter anderem ein Schmarotzer-Token installiert, um einen Kollaps des Sozialsystems zu verhindern. Weiterhin erwies sich das Schließen der Tür als unglaublich wirkungsvolles Prinzip, um diese eigentümlichen Wesen bei der Stange zu halten. Nur gelegentliche Anfrage über gewisse Medien ließen sich nicht unterbinden, werden allerdings als notwendiges Übel in Kauf genommen.
Abschließend lässt sich festhalten, dass diese Maskottchen trotz aller Probleme, die sie mitbrachten, ein angenommener Teil unseres gesellschaftlichen Lebens geworden sind. Ihre Existenz wird nunmehr akzeptiert. Wir sehen es somit als unsere Pflicht an, sie an unserem gesellschaftlichen Leben mit all seinen Facetten und Diskussionsrunden teilhaben zu lassen, soweit dies unsere übergroße Toleranz zulässt... ;-)

1 Kommentar:

Matthias hat gesagt…

An dieser Stelle grüße ich insbesondere den Herrn Flach und den Herrn Abedjan, sowie alle die mich kennen